Frauen in benachteiligten Positionen fördern oder in schwierigen Situationen unterstützen, das ist das selbstgesetzte Ziel des Zonta Club Würzburg. Die Mittel hierfür stammen neben Spenden zum Großteil aus dem Benefizkonzert, das die Frauenvereinigung jährlich organisiert. 17.000 Euro hatte der Club um Past-Präsidentin Uta Mapara aus dem letzten Konzert erlöst und konnte so zwei Preise dotieren und verschiedene Organisationen bei ihrer Frauenarbeit unterstützen.

 

Seit mehreren Jahren unterstützt Zonta die Frauenhäuser des AWO Bezirksverbands und des Sozialdiensts Katholischer Frauen dabei, eine Frauenhausarbeit zu gewährleisten, die an den tatsächlichen Erfordernissen orientiert ist. Diese Einrichtungen erhalten jeweils 3.500 Euro. Britta Richl berichtet, dass im AWO-Frauenhaus viele sehr junge Frauen mit kleinen Kindern Zuflucht finden. Um die Frauen entsprechend fördern, unterstützen und auch Nachsorgesprechstunden anbieten zu können, sei eine Kinderbetreuung erforderlich, die man dank der Spende von Zonta erneut für alle Kinder anbieten könne. Das Frauenhaus im SKF investiert die Zuwendung in eine traumapädagogische Fortbildung. Zudem bemüht man sich um Freizeitaktivitäten für die Frauen, um ihnen durch schöne Erlebnisse eine Unterbrechung des harten Alltags zu ermöglichen, erzählt Franziska Boes.

 

Auch beim Antoine-Werr-Haus freut man sich über 3.500 Euro. Die Einrichtung bietet Frauen in Notsituationen Beratung, Schutz und Wohnmöglichkeit. Mit der Spende kann erneut eine Ferienfreizeit finanziert werden. Diese sei ein wichtiges Element in ihrer Jahresarbeit, bei der das Selbstwertgefühl der Teilnehmerinnen durch verschiedene körperliche Aktivitäten in der Natur deutlich gestärkt werden könne, so Karola Herbert.

 

Die Heuchelhof Dragons vermitteln Mädchen mit ihren wöchentlichen Fussball-AGs neben Spielkünsten auch Selbstbewusstsein und einen Anlaufpunkt nach der Schule. Die reinen Mädchenmannschaften seien beliebter als gemischte Mannschaften. Das Kicken – auch gegen reine Jungenmannschaften – sei extrem förderlich für das Selbstbewusstsein, so Prof. Heinz Reinders, der mit seiner Frau in seiner Freizeit die Mädels trainiert. Die Vereinsmitgliedschaft sowie die Sportausstattung für die jungen Spielerinnen sind kostenlos. Außerdem wird eine professionelle Lern- und Hausaufgabenhilfe zur Verfügung gestellt, die durch die 2.500 Euro von Zonta auf vier Tage in der Woche ausgebaut werden kann.

 

Der Präventionsfonds–Fonds für selbstbestimmte Familienplanung Pro Familia unterstützt Frauen mit geringem Einkommen bei der Finanzierung von Verhütungsmitteln. Die Jahresmittel aus freiwilligen Beiträgen von Stadt und Landkreis Würzburg seien regelmäßig bereits im September ausgeschöpft, so dass zahlreiche Frauen auf einer Warteliste stünden. Mit den 1.500 Euro von Zonta könne man bis zum Jahresende alle Anfragen erfüllen, so Diplom-Psychologe Erich Bodenbender, Geschäftsführer des Pro Familia Bezirksverbands Unterfranken.

 

Für das Projekt „Zuhause in Bayern“ in der Trägerschaft von INVIA e.V. stellt der Club 1.500 Euro zur Verfügung. Hiermit sollen Migrantinnen durch entsprechende Schulungen, die sowohl überregional als auch in Würzburg stattfinden, dazu zu befähigt werden, neu angekommene Flüchtlingsfrauen zu unterstützen und zu begleiten. In diesen Multiplikatorinnen-Schulungen können sich die Frauen in einem geschützten Rahmen ein Stück Heimat bewahren und gleichzeitig für Neues öffnen. Damit können sie in ihrem Umfeld als glaubhafte Integrationsstifterinnen fungieren und werden zu bürgerschaftlichem Engagement ermutigt, so Mouna Bouzgarrou.

 

Gefördert wird erneut der „Triple P-Elternkurs für allein erziehende Mütter mit Kindern in der Pubertät“. Durch die Spende in Höhe von 2.500 Euro kann die Evangelische Beratungsstelle für Erziehungs- Ehe und Lebensfragen auch dieses Jahr wieder sicherstellen, dass alleinerziehende Mütter in der hochschwierigen Phase der Pubertät ihrer Kinder nicht alleine gelassen werden. Über fünf Jahre lang wurde das Projekt unterstützt, die aktuelle Spende wird die letzte sein. „Es ist im Sinne von Zonta, Projekte anzustoßen und für eine Zeit nachhaltig so zu unterstützen, dass sie nach dem Auslaufen der Förderung zum Selbstläufer werden“, erläutert Präsidentin Birgit Carl den Fördergedanken von Zonta.

 

Das nächste Benefizkonzert findet am 23. Februar 2019 in der Hochschule für Musik Würzburg statt. Unter der Leitung von Christian Kabitz werden mit dem Chor Caecilien Verein Frankfurt, der Sopranistin Maximiliane Schweda und Michaela Schlotter als Pianistin „Die goldenen Zwanziger Jahre“ geboten. Birgit Carl hofft auf zahlreiche Besucher, damit die erfolgreiche Frauenarbeit weiter fortgeführt werden kann.

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